Einblicke aus LinkedIn: Warum „Bestand“ mehr ist als ein vorhandenes Bauteil

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Wer neu baut, beginnt auf der grünen Wiese. Wer im Bestand arbeitet, übernimmt dagegen ein Gebäude mit Geschichte, Eigenheiten und oft auch Überraschungen.

Genau deshalb ist das Bauen im Bestand weit mehr als Neubau mit ein paar zusätzlichen Arbeitsschritten. Bereits die Frage, welche Bauteile erhalten bleiben und welche verändert werden, hat direkte Auswirkungen auf Kalkulation, Ablauf und Wirtschaftlichkeit eines Projekts.

Mit diesem Thema hat sich Holger Schönemann in einer aktuellen LinkedIn-Serie beschäftigt. Im Mittelpunkt stand dabei ein Begriff, der auf den ersten Blick unscheinbar wirkt: Bestand.

Was einfach klingt, entscheidet in der Praxis häufig darüber, ob Leistungen vollständig erfasst werden oder ob wichtige Positionen in der Kalkulation fehlen. Denn ein Bestandsbauteil bedeutet nicht automatisch, dass dort keine Arbeiten anfallen. Schutzmaßnahmen, Sicherungen, Abrissarbeiten, Entsorgung, Wiederverwendung von Bauteilen oder die Aufbereitung vorhandener Konstruktionen verursachen Aufwand, der häufig unterschätzt wird.

Besonders deutlich wird dies bei Eingriffen in bestehende Wände, Dachumbauten oder energetischen Sanierungen. Hier entstehen oft zahlreiche Folgearbeiten, die nicht unmittelbar am Bauteil selbst sichtbar sind, aber dennoch kalkuliert werden müssen. Gleichzeitig darf vermieden werden, dass versehentlich Neubauleistungen angesetzt, die tatsächlich gar nicht ausgeführt werden.

Die zentrale Erkenntnis der Serie: Erfolgreiche Bestandsprojekte entstehen nicht durch großzügige Sicherheitszuschläge, sondern durch eine saubere Trennung zwischen vorhandener Substanz, notwendigen Eingriffen und tatsächlichen Neubauleistungen. Nur so lassen sich Doppelkalkulationen vermeiden und gleichzeitig Leistungslücken schließen.


Unser Fazit

Das Bauen im Bestand wird in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Umso wichtiger ist es, die Besonderheiten solcher Projekte frühzeitig zu erkennen und systematisch zu berücksichtigen.

Wenn Sie sich für solche Praxisthemen interessieren, lohnt sich ein Blick auf unsere LinkedIn-Kanäle. Dort teilen wir regelmäßig Erfahrungen, Denkanstöße und Einblicke aus dem Projektalltag.

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